19. Mai 2019

Lev Grossman – The Magicians Trilogy

Quentin Coldwater, 17 Jahre, ist brillant, aber unglücklich. Sein Alltag langweilt ihn. Stattdessen träumt er sich in die magische Welt Fillory aus einer sehr kitschigen Kinderbuchserie. Da erhält er einen Brief, der fliegt ihm davon und führt ihn durch eine Hecke hindurch in eine magische Universität.
Man wird ihm das Zaubern beibringen. Zusammen mit anderen, die ihn an Intelligenz, Missmutigkeit und sozialer Inkompetenz in nichts nachstehen. Aber wird er dadurch irgendetwas lernen?

Über die Ziellosigkeit einer ganzen Generation

The Magicians handelt von einem Gefühl, das viele meiner Generation umtreibt. Nämlich dem, dass das eigene bequeme Leben möglicherweise total sinnlos ist. Magie, das bedeutet doch, dass etwas wie von allein kommt. Aber wie von allein bekommen wir doch schon alles. Und es ist fad.
Die Trilogie erzählt von diesem Mangel an Sinn. Es ist eine Zauberlehrling-auf-Zauberschule-Geschichte, aber öffnet sich zur Geschichte eines ganzen Lebens. Magie in The Magicians ist eine Arbeit wie jede andere – und fühlt sich auch so an.

(mehr …)

31. März 2019

Leipziger Buchmesse 2019 – Rückblick

Wieder ist eine Buchmesse vorbei und ich gehe mit neuen Eindrücken in die nächsten Monate. Da kommt gleich Vorfreude auf die nächste Messe auf! Aber welche? Frankfurt?

(mehr …)

3. September 2018

Münchner Kleinbürgertum trifft Sagenschatz

Wie jetzt, Phantastik in München?

Die Grimms haben Sagen über Wesen gesammelt, die Albträume bringen, und sie als Geisterwesen beschrieben, die durch kleinste Löcher in Wänden dringen können. Im bayerisch-österreichischen Raum gibt es allerdings eine Reihe von Sagen, in denen der Alb (oder Trud) nicht ein fremder Geist ist, sondern ein Mensch. Molfgang Morscher von Sagen.at hat eine Reihe davon gesammelt (Der Nachbar als Trud, Von der Trud, Die Trud und Die Trud muss drücken). Allen ist gemeinsam, dass die Menschen, die andere derart heimsuchen, sehr darunter leiden.

Die Geschichte eines anonymen Mannes, der anderen den Schlaf raubt, gehört in eine große Stadt. Mir war ganz schnell klar, dass es meine Wahlheimat München werden sollte. Und dabei habe ich dann auch ein weiteres phantastisches Element des Romans entdeckt.

(mehr …)


„Die Verletzung des Schülers war zu auffällig, um sie zu ignorieren. Das jedenfalls dachte Herr Albrecht, als er die Tür des Lehrerzimmers öffnete und draußen den Jungen stehen sah. Gelegen kam es ihm nicht, denn er hatte kaum Zeit.“

Die Beerdigung: Für Newsletter-Abonnenten als pdf, epub und mobi.

Zum Newsletter und zur Kurzgeschichte:

*Notwendig
Für diesen Newsletter werden persönliche Daten erhoben, etwa die E-Mail, die IP-Adresse und Daten für Klickstatistiken. Für weitere Informationen siehe die Datenschutzerklärung.